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Der Weg zum individuellen Schalter

Was für ein Projekt!

  • Jetzt kann jeder seinen eigenen Schalter im individuellen Design kreiren: ob „Losgröße 1“ oder 500 Stück, ob mit dem PC oder auf mobilen Endgeräten
  • infoteam entwickelte eine userfreundliche Webanwendung, die auf vielen Plattformen lauffähig ist
  • Um clientseitig unabhängig vom Browser zu sein, haben wir die Oberfläche mit dem GWT (Google Web Toolkit) erstellt
  • Wie die technische Herausforderung gelöst wurde, die Bild-Gestaltung mithilfe der Browseroberfläche ohne Softwarepaket-Installierung, erfährst du hier:

So individuell der Eigenheimbesitzer, so individuell auch die Inneneinrichtung. Dieser Trend macht auch bei der Wahl der Haus- und Heimelektrik nicht halt. Lichtschalter vieler Hersteller sind inzwischen im Fachhandel in großer Auswahl, in verschiedenen Preissegmenten und Qualitätsausführungen verfügbar. Wem das an Vielfalt noch nicht ausreicht, kann nun seinen eigenen Schalter designen.

Der Auftraggeber für dieses Projekt war die Firma Jung, die seit 100 Jahren Schalter und andere Elemente der Elektroinstallation herstellt. Jetzt kann der Bauherr die Schalter auch nach eigenem Wunsch gestalten. Ein Service, den die Firma Jung durch die Fertigung schon ab der „Losgröße 1“ anbietet.

Wir entwickelten eine Webanwendung die es ermöglicht, mit dem PC oder auf mobilen Geräten, die Schalter mit einem eigenen Design zu versehen und dann über den Elektroinstallateur zu bestellen. Der Einstieg findet über die Jung Webseite statt. Ohne sich an der Anwendung anmelden zu müssen, kann der Kunde sofort in die Gestaltung einsteigen. Es kann die Schalterserie, die Farbe, das Material der Abdeckungen und auch das Verfahren zur Oberflächenbearbeitung ausgewählt werden. Je nach Material der Abdeckung können die Schalter entweder bedruckt oder graviert werden. Der Webserver erstellt schon die notwendigen Laser- und Druckdaten, mit denen danach die Maschinen angesteuert werden können.

Jung-Software-Screen

Die Basistechnik der Anwendung

infoteam sprach die Empfehlung für den Einsatz von Web-Technologie aus, damit die Anwendung auf vielen Plattformen lauffähig ist. Dabei kommt eine webbasierte Client-Server-Architektur zum Einsatz. Auf dem Server wird als Datenbank der Microsoft SQL Server verwendet, um die Auftragsdaten, Bilder, Grafiken und Schalter zu speichern. Der Webserver stellt das Bindeglied zwischen Datenbank und Client dar. Zudem erstellt er beim Abschluss der Bestellung die notwendigen Daten, um die Schalter bei Jung herstellen zu können.

Um clientseitig unabhängig vom Browser zu sein, haben wir die Oberfläche mit dem GWT (Google Web Toolkit) erstellt. Dieses Toolkit ermöglicht eine Entwicklung unabhängig von Installationen auf dem Clientrechner. Ein GWT Compiler erzeugt dazu aus dem typsicheren Java Quellcode reines Java-Skript, das auf jedem Browser ohne Einschränkungen ablauffähig ist.

 

SVG als zentrales Element der Grafikbearbeitung

Beispiel-Schalter

Die technische Herausforderung bestand in der Gestaltung der Bilder mit Hilfe der Browseroberfläche, ohne vorab Softwarepakete installieren zu müssen. Nach ersten Tests haben wir für die Bearbeitung der Grafiken und Bilder das Format SVG (Scalable Vector Graphics) ausgewählt. Diese XML-Beschreibungssprache für grafische Objekte ermöglicht es, alle Anforderungen der Interaktion bei der Gestaltung der Schalter zu erfüllen.

Die Darstellung von SVG in unterschiedlichen Web-Browsern brachte eine weitere Herausforderung mit sich. Intensive Tests über alle gängigen Browser führten im Ergebnis zu einer passenden SVG-Beschreibung und zur einheitlichen Darstellung.

 Seit dem Frühjahr 2013 steht das Graphic-Tool unter gt.jung.de bereit.

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